Greencard Lottery

Greencard Lottery (Diversity Visa Program) – Informationen und Geschichte zu der wohl bekanntesten Lotterie der Welt

Der viel zitierte Slogan “Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten” gilt heute im Bezug auf die Vereinigten Staaten von Amerika nach wie vor als Pfandbrief. Während viele ihren Aufenthalt in den USA nach der maximal 90-tägigen Aufenthaltsgenehmigung (=Besuchervisum) mit einem Rückflug in die Heimat besiegeln, träumen andere von einem dauerhaften Leben über dem großen Teich. Dies ist jedoch nicht so ohne weiteres möglich und bedarf einem ganz bestimmten Prozedere.

Eine von vielen Möglichkeiten, um sich als sogenannter “Permanent Resident” (= Aufenthaltsberechtigter Einwohner) zu titulieren, besteht darin die dauerhafte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in Form einer United States Permanent Resident Card oder, vereinfacht gesagt, Greencard zu erlangen. Diese ist, entgegen ihrem Namen, nicht grünfarbig sondern schimmert allenfalls grünlich auf dem beigen Papier. Insgesamt können, laut gesetzlicher Bestimmungen, maximal 55.000 solcher Visa im Rahmen der Greencard Lottery verlost werden.

Bei der Teilnahme an der Greencard-Lotterie werden jedes Jahr 50.000 Lizenzen verlost welche einen unbeschränkten Aufenthalt sowie Arbeitsbewilligung in den USA gewähren. Der Startschuss fällt jedes Jahr am ersten Oktober, Einsendeschluss ist meist im Dezember gleichen Jahres. Es gilt dann, sich für das übernächste Jahr nach der Anmeldung für einen Aufenthalt zu qualifizieren.

Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde das sogenannte Diversity Visa Program (Greencard Lottery) durch den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ins Leben gerufen, nachdem er befand, dass sich damit die einseitige Nationalitätenvielfalt regulieren würde. Einige Länder waren nämlich mit einer überragenden Anzahl an Einwanderern vertreten, so dass Mr. Reagan durch jenes Auswahlverfahren wieder eine vielfältigere Bevölkerungsdichte erreichen wollte. Staaten, welche in den Vorjahren bereits eine dichte Einwanderungsrate von mehr wie 50.000 Immigranten aufweisen konnten, werden von der Lotterie ausgeschlossen.

Die begehrte Greencard, die man im Rahmen der Greencard Lotterie gewinnen kann, hat sich in den letzten Jahren im Aussehen verändert.

Greencard (altes Aussehen):

Um gewisse Risiken zu umgehen, werden den Teilnehmern des Auswahlverfahrens bestimmte Auflagen gemacht. Die Bewerber benötigen daher, um überhaupt die erste Stufe im Auswahlverfahren passieren zu können, Nachweise und Zeugnisse über eine berufliche Ausbildung oder qualifizierten Schulabschluss. Ein lückenloses Führungszeugnis ist ebenso vorzuweisen wie auch ein einwandfreies ärztliches Attest, solides Grundkapital und eine Arbeitsplatzbescheinigung vom dortigen neuen Arbeitgeber. Die USA möchten damit zum einen ein “Schmarotzertum” im eigenen Land vermeiden aber auch die Messlatte an qualifizierten, engagierten Bewerbern entsprechend hoch ansetzten. Verständlicherweise verfolgt der Staat nämlich durch diesen Freibrief auch einen gewissen Eigennutz durch die “Zugezogenen”. Sei es durch neu gewonnene, qualifizierte Arbeitskräfte, einwandfreie Identitäten oder vorbildliche Ausbildungsreferenzen.

Die digitale Bewerbungsmappe eines jeden Teilnehmers wiegt schwer, denn die benötigten Formulare, Schriftsätze sowie andere Dokumente sind umfangreich. Um zum einen den Bearbeitungsaufwand zu vereinfachen aber auch um Missbrauchsfälle und Fälschungen vorzubeugen, wurde Anfang diesen Jahrhunderts eine elektronische Bewerberdatenbank von der US-Regierung eingeführt: https://www.dvlottery.state.gov/

Greencard (neues Aussehen):

Seitdem werden schriftliche, postalische Anträge nicht mehr berücksichtigt. Vor allem, stets den 11-09-2001 vor Augen, sollen mit dieser Art der Sicherheitsstufe mögliche Terroristen oder sonstige Interessensgegener ausgemerzt werden.

Neben der Online-Registrierung, bei welcher alle relevanten Daten und Dokumente des Bewerbers gespeichert werden, erteilt die Regierung hinsichtlich des Formates der einzureichenden Fotos strenge Regeln. Bewerber, Ehepartner und immigrierende, nicht-verheiratete Kinder unter 21 Jahren müssen dabei viele Kriterien wie Blickwinkel, Kopfhaltung und -bedeckung, Hintergrundbeleuchtung sowie Wahl von Kleidung und Schmuck beachten. Bei unzureichenden Ablichtungen, Gruppenfotos, Fehlformat oder sonstiger Nichteinhaltung wird der Antrag kategorisch abgelehnt.

Wer sich hinsichtlich dem Antragsprozedere unsicher ist oder zeitlich keine Kapazität findet, kann dies auch in die Hände von Dritten geben. Sogenannte Greencard-Agenturen erledigen dann für den Antragssteller die erforderlichen Formalitäten, natürlich nicht unentgeltlich sondern gegen eine oftmals nicht mindere Gebühr. Der Vorteil besteht zweifelsohne darin, dass, sofern die Seriosität der Agentur gewährleistet ist, eine kompetente Beratung sowie hilfreiche Tipps aufgrund langjähriger Erfahrungen erteilt werden können. Eine garantierte Gewinnchance besteht bei dieser Inanspruchnahme aber natürlich nicht.

Alle gültig qualifizierten Bewerber gelangen in einen Pool der Datenbank und werden dort nach elektronischem Zufallsprinzip auserkoren. Zählt man zu den Auserkorenen, so steht zunächst ein Besuch bei der US-Botschaft in Frankfurt am Main an. Bis dahin müssen alle notwendigen Unterlagen und Voraussetzungen lückenlose belegbar sein.

Wähnt man sich im Besitz einer Greencard, so legt einem die US-Regierung nicht nur Pflichten auf sondern gewährt dem Einwohner natürlich auch gewisse Rechte. Neben der Möglichkeit eine Immobilie oder Grundstück zu erwerben, können öffentliche Schulen und Universitäten besucht sowie eine Rentenpolice beantragt werden. Neben der Verlegung des Wohnsitzes in die USA ist der Halter einer Greencard zur Abgabe einer US-Steuererklärung verpflichtet. Darin muss er seine weltweiten Einkünfte (auch z.B. aus ausländischen Mieteinnahmen) gegenüber der US-Regierung nennen.

Möchte man die Staaten für eine gewisse Zeit (z.B. für Praktikum, durch Versetzung Arbeitgeber, etc.) wieder verlassen, so muss wiederum eine sogenannte re-entry-permittance“ beantragt werden, mit welcher zwei Jahre fern der Staaten gelebt werden kann ohne dass der Anspruch auf die Greencard verloren geht.

Das Programm erfreut sich weltweit sehr großer Beliebtheit, so dass jährlich rund 10 Millionen qualifizierte Bewerber antreten.Gleichzeitig scheitern einige Zehntausende, da sie die Bedienungen und vor allem Formalitäten nur unzureichend erfüllen konnten.

Weitere Informationen zur US Greencad Lotterie finden Sie auf der offiziellen Webseite des US Department of State.

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